Januar 2019

 
Detail - Informationen zum Infoletter                                         
Januar 2019
Bilanzrecht
Rechnungszins für Pensionsrückstellungen in der Handelsbilanz 31.12.2018

Gemäß § 253 Absatz 2 des Handelsgesetzbuchs wird der Rechnungszins für alle Bilanzstichtage ab dem 31.01.2016 für Altersversorgungsrückstellungen auf der Grundlage eines Durchschnittes der letzten 10 Jahre bestimmt (vorher Durchschnitt der letzten 7 Jahre).
Für den Unterschiedsbetrag zwischen der früheren Rückstellungsermittlung, die auf Basis eines 7-Jahres-Durchschnittszinses erfolgte, besteht gemäß § 253 Abs. 6 HGB dauerhaft eine Ausschüttungssperre.
Der Unterschiedsbetrag ist im Anhang oder unter der Bilanz anzugeben.

Betriebsrenten-
stärkungsgesetz
Reminder: Gesetzliche Zuschusspflicht seit 1.1.2019 in Kraft
 
Bereits mit unserem Newsletter vom Juli 2017 informierten wir Sie zur gesetzlichen Zuschusspflicht bei Entgeltumwandlungen. Zum 1.1.2019 ist nun auch diese gesetzliche Regelung aus dem Betriebsrentenstärkungsgesetz in Kraft getreten.
 
Nach dem neuen § 1a Abs. 1a Betriebsrentengesetz (BetrAVG) ist der Arbeitgeber verpflichtet, 15 Prozent des vom Arbeitnehmer in eine bAV-Zusage umgewandelten Entgelts zusätzlich als Arbeitgeberzuschuss zu gewähren, soweit der Arbeitgeber durch die Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge einspart.
 
Die Zuschusspflicht gilt aber nur Pensionsfonds-, Pensionskassen- oder Direktversicherungszusagen; also nicht für Entgeltumwandlungen, die über eine Direktzusage (Pensionszusage) oder Unterstützungskassenzusage durchgeführt werden.
 
Zuschusspflichtig sind alle Entgeltumwandlungsvereinbarungen, die ab dem 1.1.2019 neu abgeschlossen werden. Lediglich für vor dem 1.1.2019 abgeschlossene individual- und kollektivrechtliche Entgeltumwandlungsvereinbarungen gilt die Zuschusspflicht nach der gesetzlichen Übergangsregelung des § 26a BetrAVG erst ab dem 1.1.2022.
Ob für Sie als Arbeitgeber eine gesetzliche Zuschusspflicht besteht und wie eine Zuschusspflicht in der Praxis für Sie sinnvoll umgesetzt werden sollte, prüfen wir gerne für Sie und erstellen Ihnen gerne Nachträge zu Ihren bestehenden Versorgungszusagen.
GGF-Versorgung
Gesellschafter-Geschäftsführer-Versorgung: Rechtzeitige Planung des Renteneintritts
 
Auch in 2019 stellt sich für viele rentennahe Gesellschafter-Geschäftsführer (v.a. Jahrgang 1954) die Frage, ob sie mit der in der Versorgungszusage geregelten Altersgrenze auch ihre Altersleistung in Anspruch nehmen wollen.
Hier stellen sich erfahrungsgemäß folgende Fragen:
 
   Kann ich als GGF über das Erreichen der Altersgrenze hinaus meine bisherige entgeltliche Tätigkeit fortsetzen?
   Ist ein paralleler Bezug von Gehalt und Altersleistung möglich?
 
   Kann ich auf die fällige Altersleistung verzichten bzw. diese noch ein paar Jahre bis zum Dienstaustritt aufschieben?

  Welche steuerlichen Rahmenbedingungen sind dabei zu beachten, um eine Steuerschädlichkeit (z.B. verdeckte Gewinnausschüttung oder verdeckte Einlage) zu vermeiden?

  Wann werden die Leistungen aus der Rückdeckungsversicherung fällig? Welche steuerlichen, handelsbilanziellen und insolvenzrechtlichen Konsequenzen hat dies?

  Wie kann ich meine betriebliche Altersversorgung in eine Nachfolgeplanung (z.B. Verkauf des Unternehmens/der Gesellschaftsanteile) sinnvoll einbinden? Welche Gestaltungsoptionen gibt es?
Der Eintritt in den Ruhestand sollte also im Voraus gut geplant sein – insbesondere stellt die Finanzverwaltung gewisse Anforderungen an die steuerliche Anerkennung der Zahlung der Betriebsrente – v.a. dann, wenn der Gesellschafter-Geschäftsführer über das Erreichen der in der Versorgungszusage geregelten Altersgrenze weiterhin ein Geschäftsführergehalt bezieht (vgl. BMF-Schreiben vom 18.9.2017 - IV C 6 - S 2176/07/10006).
In solchen Fällen besteht nach unseren Erfahrungen erheblicher Handlungsbedarf, um steuerschädliche Auswirkungen zu vermeiden.
 
Gerne stellen wir mit Ihnen die Weichen für den Eintritt in den Ruhestand und unterstützen Sie bei der Umsetzung der Handlungsoptionen.
Sozialversicherung
Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2019
 
Nachfolgend erhalten Sie die Übersicht über die endgültigen Rechengrößen und Bemessungsgrenzen  in der Sozialversicherung 2019
Insolvenzsicherung
Beitragssatz des PSVaG für das Jahr 2018
Im jährlich festzusetzenden Beitragssatz spiegelt sich aufgrund des dem PSVaG gesetzlich vorgeschriebenen Finanzierungsverfahrens der Schadenaufwand eines Kalenderjahres wider.
Der für die Höhe des Beitragssatzes ausschlaggebende Faktor ist die Schadenentwicklung.
Der Aufsichtsrat des PSVaG hat in seiner Sitzung am 12. November 2018 dem vom Vorstand festgesetzten Beitragssatz für 2018 zugestimmt:
Damit beträgt der Beitragssatz für 2018 2,1 ‰ ​.
Ein Vorschuss für 2019 wird jetzt nicht erhoben. Die Entscheidung über die eventuelle Erhebung eines Vorschusses wird im ersten Halbjahr 2019 getroffen.