Juli 2019

Zinsprognose zum Rechnungszins für Pensionsrückstellungen in der Handelsbilanz – Stand 30.06.2019

Gemäß § 253 Absatz 2 des Handelsgesetzbuchs wird der Rechnungszins für alle Bilanzstichtage ab dem 31.01.2016 für Altersversorgungsrückstellungen auf der Grundlage eines Durchschnittes der letzten 10 Jahre bestimmt (vorher Durchschnitt der letzten 7 Jahre).

Für den Unterschiedsbetrag zwischen der früheren Rückstellungsermittlung, die auf Basis eines 7-Jahres-Durchschnittszinses erfolgte, besteht gemäß § 253 Abs. 6 HGB dauerhaft eine Ausschüttungssperre.
Der Unterschiedsbetrag ist im Anhang oder unter der Bilanz anzugeben.

PSV – Beitragsfestsetzung 2019

Aufgrund des dem PSVaG gesetzlich vorgeschriebenen Finanzierungsverfahrens prägt der Schadenaufwand eines Kalenderjahres den jährlich festzusetzenden Beitragssatz.

Die Anzahl der Insolvenzen, für die der PSVaG im Jahr 2018 eintrittspflichtig wurde, bewegte sich auf historisch niedrigem Niveau. Jedoch blieb aufgrund des gestiegenen Aufwands pro Insolvenzfall das Schadenvolumen insgesamt dennoch nahezu unverändert.

Die Schadenbelastung des ersten Halbjahres 2019 fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum trotz einiger Großschäden geringer aus.

Auf der PSV-Mitgliederversammlung Anfang Juli in Köln wurde daher ein PSV-Beitragssatz für das Jahr 2019 unterhalb von 2,0 ‰ prognostiziert. Der Satz 2018 lag bei 2,1 ‰.

Zum jetzigen Zeitpunkt kann noch keine verlässliche Prognose zum endgültigen Beitragssatz für 2019 abgegeben werden. Der Jahresbeitrag ergibt sich dann durch Multiplikation des Beitragssatzes mit der Beitragsbemessungsgrundlage der Versorgungsverpflichtungen.